Nokonoshima – Fukuokas Blumeninsel

Letzten Sonntag habe ich einen Tagesausflug nach Nokonishima, eine kleine Insel vor der Küste Fukuokas, gemacht. Ich hatte mich am Tag zuvor erkältet, daher hat mir die Luftveränderung und frische Seeluft wirklich sehr gut getan.

能古島 (Nokonoshima) ist gerade mal 10 Minuten von der Fukuoka Bucht entfernt. Man setzt mit einer Fähre (Tipp, unbedingt vorher nachschauen wie genau man zum Fährhafen kommt…) von Fukuoka nach Nokonoshima über. Die Fähre fährt stündlich. Da ich vorher nicht nachgeschaut hatte wie man zum Fähranleger kommt und daher nicht gleich den richtigen Bus gefunden hatte, war ich 5 Minuten zu spät und musste daher auf die nächste Fähre warten. Um 12:15 bin ich dann mit vielen anderen Tagesausflüglern nach Nokonoshima übergesetzt (eine einfache Fahrt kostet 220 Yen).

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Da ich in Nokonoshima angekommen nicht so ganz wusste, was ich mir anschauen könnte, habe ich erst einmal zu Mittag gegessen. Es gibt auf Nokonoshima die bekannten Nokono-Burger, Hamburger die von einer älteren Frau ganz frisch zubereitet und verkauft werden. Da ich ziemlichen Hunger hatte, habe ich mir solch einen Burger geholt und er hat wirklich super geschmeckt, es war vielleicht der beste Burger den ich je gegessen habe.

Danach habe ich mich einfach mal in Richtung Strand aufgemacht. Auf dem Weg kam ich an einem Tempel vorbei, den ich mir kurz angeschaut habe. Danach bin ich ein wenig am Strand entlang gelaufen, wo es wirklich wahnsinnig viele Muscheln gab, man konnte kaum laufen ohne auf eine zu treten. So konnte ich meine erst begonnene Muschelsammlung gleich ein wenig erweitern 😉

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Nachdem ich mich in der Wohngegend noch ein wenig umgesehen hatte, bin ich wieder zurück zum Fähranleger gegangen. Dort gibt es eine Bushaltestelle, von der aus ein Bus den Berg hinauf fährt. Dort gibt es die eigentliche Attraktion Nokonoshimas – den Nokonoshima Eiland Flower Park. In dieser Hinsicht kann man sich Nokonoshima so wie die Insel Mainau am Bodensee vorstellen, wer sie kennt. Es gibt saisonbedingt immer verschiedene Blumen zu sehen, außerdem ein paar Tiere und viel Natur. Also habe ich den Bus zum Eiland-Park genommen und war wirklich froh darüber – die Insel hat zwar nur 12km Durchmesser, ist aber sehr steil und bergig. Man hätte Stunden gebraucht um zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach oben zu kommen.

Der Eintritt zum Park kostete 1,000 Yen. Und ich würde jedem, der so wie ich gerne im Grünen ist, absolut empfehlen ihn zu besuchen. Auf dem Weg zum ersten Blumenfeld (zur Zeit blühen leider nur noch ein paar Sonnenblumen), fühlte ich mich ein wenig an Alice im Wunderland erinnert. Die Bäume und Büsche hatten alle sehr interessante Formen und alles war sehr schön angelegt. Kinder können hier übrigens auch Golf spielen, man kann sich Schläger mieten.

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Weiter ging es dann zum Beispiel zu ein paar anderen Blumen, es gab Ziegen, Hühner und Kaninchen. Außerdem hatte man von einer Wiese neben den Ziegen aus eine traumhafte Aussicht aufs Meer!

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Nachdem ich etwa zwei Stunden im Park war, entschloss ich mich, zu Fuß wieder zurück zu laufen. Zum Glück gab es parallel zur Straße einen nicht ganz so steilen Weg für Fußgänger, ich bin den Berg also zu Fuß wieder hinuntergelaufen. Ich hatte keine wirklich gute Karte, daher hatte ich eigentlich keine Ahnung, wie weit genau es wieder nach unten war. Ich begegnete kaum einer Menschenseele (einmal abgesehen von einem Mann, der mir anbot mich auf seinem Motorroller mit nach unten zu nehmen), musste allerdings zweimal vor Hornissen flüchten. Die Mücken ließen mich dank meines Mückensprays relativ in Ruhe, nur einen Stich habe ich davon getragen. Nachdem ich etwa 2,5 Kilometer gelaufen war, kam der erste Wegweiser, der mir sagte das es nochmals 2,1 km zurück zum Hafen sind… Obwohl meine Füße schon langsam wehtaten, stapfte ich munter weiter. Irgendwann kam Gott sei Dank wieder Zivilisation in Sicht und ich kam an einer Stelle heraus, an der ich am Mittag schon einmal entlang gelaufen war.

Wieder am Fähranleger kaufte ich mir noch eine Flasche Nokonoshima-Limonade, dann fuhr ich mit der nächsten Fähre wieder zurück nach Fukuoka.

Der Ausflug hat mir sehr gut gefallen, einen ganzen Tag benötigt man meiner Meinung nach jedoch nicht dafür, also hatte ich meine Zeit schon richtig eingeteilt. Ich war vielleicht 5 Stunden dort und fand das ausreichend, man kann aber bestimmt noch mehr dort sehen wenn man möchte. Man kann sich dort sogar Bungalows mieten und auf der Insel übernachten, was bestimmt auch sehr schön ist.

Wenn man also einmal in Fukuoka ist, sollte man sich unbedingt einmal nach Nokonoshima aufmachen, wenn man etwas mehr Zeit hat, man wird es nicht bereuen und die frische Luft tut sehr gut 🙂

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3 Gedanken zu “Nokonoshima – Fukuokas Blumeninsel

  1. In Deutschland ist es endlich Zeit ins Bett zu gehen und Du wirst bald aufstehen. Dachte mir, mal sehen, ob’s was Neues gibt und tatsächlich. Schöner Ausflug. Bist zu beneiden. Übrigens: Einer muss endlich den Anfang machen und einen Kommentar hinterlassen. Also einstweilen: einen guten Morgen! Gruß Stefan

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  2. Ich glaube ich wiederhole mich, aber ich finde die Gegend um Fukuoka sieht einfach toll aus! Ich glaub ich muss dort wirklich auch mal hinreisen, wenn ich kann!
    Das hört sich doch nach einem gelungenen Halb-Tages-Trip an 🙂
    Liebe Grüße

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