Ein Traum wird wahr oder: Okinawa, ich komme!

Okinawa. Ausnahmslos jedem Japaner, in dessen Gegenwart man diesen Namen erwähnt, zaubert die Erwähnung der südlichsten der japanischen Inselkette sofort ein sehnsuchtsvolles Lächeln aufs Gesicht. Okinawa (沖縄) liegt etwa 500 Kilometer südwestlich von Kyushu und damit in einem völlig anderen Breitengrad als der Rest Japans. Einige Inseln Okinawas liegen somit näher an Taiwan als an den japanischen Hauptinseln.
Okinawas Geschichte ist sehr interessant; bis 1879 war Okinawa ein eigenständiges Königreich, dass den Namen Ryukyu trug. Dieser Namen wird auch heute noch oft verwendet. Dadurch entwickelte sich auf Okinawa eine völlig eigenständige Kultur und Sprache, die eher an China als an Japan erinnert. 1945 fand eine der letzten großen Schlachten des zweiten Weltkriegs auf Okinawa statt und aufgrund dessen ist Okinawa bis heute teilweise von den USA besetzt, auch wenn die Inseln seit 1972 offiziell zu Japan gehören. Die bekannte Kampfsportart Karate hat übrigens auf Okinawa ihren Ursprung.

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Nagasaki: Ein Tag in der Vergangenheit (Teil 2)

Im September ging es wie in Teil 1 bereits berichtet in die geschichtsträchtige und interessante Hafenstadt Nagasaki.

Morgens setzten eine Freundin und ich uns daher in den Bus, der in Japan wirklich so gut wie immer absolut pünktlich fährt, und fuhren etwa zwei Stunden von Fukuoka aus nach Nagasaki.

Dort angekommen mussten wir uns erst einmal zurecht finden, da der Besuch relativ spontan war und wir ihn erst am Abend zuvor sicher beschlossen hatten. Zum Glück liegt der Busbahnhof gegenüber des Hauptbahnhofs, von dem die Straßenbahnen sowie Züge fahren. Daher war es einfach die Touristeninformation zu finden, in der wir uns nicht nur mit einer Tageskarte für die Straßenbahn sondern auch mit ein paar Karten und Broschüren eindecken konnten.

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Mit dem Boot durch Yanagawa

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Vor kurzem bin ich an einem Samstag-Mittag kurz entschlossen in die Stadt Yanagawa gefahren, weil ich nicht den ganzen Samstag Zuhause herumsitzen wollte. 柳川市 (Yanagawa-shi) liegt südlich von Fukuoka und ist mit dem Zug von Tenjin aus in ungefähr 45 Minuten zu erreichen. Die Stadt ist relativ klein und es gibt nicht so viel zu sehen, allerdings ist sie bekannt für ihre Kanäle, die die Stadt an einigen Teilen durchziehen – das japanische Venedig sozusagen. Auf diesen Kanälen kann man Bootstouren machen, was auch der Grund war, warum ich die Stadt besuchen wollte. Ich glaube wenn man sich dafür nicht interessiert, ist Yanagawa ziemlich langweilig und nicht unbedingt einen Besuch wert. Yanagawa ist eine alte Stadt, die in der Edo-Zeit vom reichen Tachibana-Klan regiert wurde. Ein altes Haus dieser Familie kann man sich auch heute noch ansehen.

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