Okinawa: Der Norden (Teil 2) – Ocean Expo Park

An meinem zweiten Tag in Nago fuhr ich mit dem Bus für einen Tagesausflug noch weiter in den Norden. Es sollte zum so genannten Ocean Expo Park gehen, eine der bekanntesten Attraktionen in Nord-Okinawa.

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Beim Ocean Expo Park handelt es sich um eine große Anlage, die bereits 1976 erbaut wurde und sich 3 Kilometer entlang des Meeres erstreckt. Da der Park so groß ist verbinden Busse die einzelnen Teilanlagen des Parks. Der Park beherbergt unter anderem das größte und bekannteste Aquarium Japans, den Nachbau eines alten traditionellen japanischen Dorfes, ein Museum über die Geschichte Okinawas mit einem Planetarium, das Tropical Dream Center (ein großes Gewächshaus mit Parkanlage) sowie zwei Strände. Der Park selbst kostet keinen Eintritt, man bezahlt nur am Eingang der jeweiligen Attraktionen die man sich anschauen möchte.

Ich war sehr früh im Park, es war noch nicht allzu viel los und daher habe ich mich zuerst etwas umgesehen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten und Routen durch den Park, daher entschied ich mich zunächst ein wenig in der Nähe des Eingangs herumzulaufen und durch das kleine Dort zu gehen. Der Eingang des Parks ist bereits riesig und sehr schön angelegt. Wer faul ist oder nicht gut zu Fuß braucht nicht einmal Stufen zu laufen, es gibt an vielen Orten Rolltreppen die nach unten führen.

Da allerdings bald die ersten Schulklassen begannen den Park zu stürmen, entschied ich mich dann jedoch zunächst zum Aquarium zu gehen, bevor es zu voll werden sollte.
Das Okinawa Churaumi Aquarium (沖縄美ら海水族館) ist das zweitgrößte Aquarium der Welt und vor allem bekannt für sein riesiges Haifisch-Becken. Der Eintritt ist natürlich nicht ganz billig, aber auf jeden Fall jeden Yen wert.
Am Eingang kann man zunächst Meerestiere in einem offenen Becken beobachten und darf diese sogar anfassen. Es gibt zum Beispiel Seesterne, Seegurken und Korallen die man berühren kann. Die Seegurken fand ich besonders lustig, sie haben eine ganz weiche und witzige, gummiartige Konsistenz. Nach einer Weile beobachten taten sie mir aber ein wenig Leid, es ist bestimmt nicht schön den ganzen Tag von irgendwelchen Leuten betatscht zu werden.

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Weiter geht es dann zu den ersten großen Aquarien. Das Besondere im Okinawa Aquarium ist, dass das Wasser aus dem nahen Meer in die Becken geleitet wird und wo möglich natürliches Sonnenlicht zur Beleuchtung benutzt wird. So kann man den Lebewesen in den großen Becken eine relativ artgerechte Haltung bieten, auch wenn ich persönlich der Tierhaltung in Aquarien oder Zoos immer ein wenig skeptisch gegenüber stehe. Trotzdem finde ich es eine gute Möglichkeit zu sehen, wie interessant und schön solche Tiere sind und das man ihre Lebensräume unbedingt beschützen sollte.
Das erste Becken hat mich sehr an Findet Nemo erinnert, weil fast alle Fische darin herumschwammen, die man auch in Findet Nemo gesehen hat 😉

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Nach einigen großen Becken mit Fischen gab es dann kleinere Tanks mit allerlei anderem Meeresgetier zu sehen, zum Beispiel Aale, Frösche, Krebse oder Muscheln. Am Ende steht man dann vor der Hautpattraktion des Aquariums, einem riesigen Becken mit Haifischen, Delphinen und Teufelsrochen.

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Ich glaube dieses Becken ist eines der Größten der ganzen Welt. Man kann sogar mit dem Aufzug einen Stock nach oben fahren und von oben in das offene Becken hineinschauen. Es gibt außerdem ein Cafe in das man sich setzen und beim Essen die Fische beobachten kann, was ich auch gemacht habe. Danach kann man sich draußen noch eine Delphinshow ansehen.

Danach habe ich mir ein Eis geholt (Süßkartoffel, auf Okinawa der Renner – unbedingt mal probieren!) und bin ein wenig durch die tolle Parkanlage gelaufen, die mir sehr gut gefallen hat. Es gab Brunnen und Wasserfontänen und man hatte eine tolle Aussicht auf das Meer. Allerdings war es unglaublich heiß und mit qualmte schon bald der Kopf.

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Im Anschluss bin ich zum Tropical Dream Center gegangen. Mein Tipp: Wer zuerst ins Aquarium geht und dann dort an der Kasse die Eintrittskarte vorzeigt, bekommt 200 Yen Ermäßigung auf den Eintrittspreis!
Im Gegensatz zum Aquarium war im Rest des Parks wirklich wenig los. Ich konnte also auch ungestört durch das große Gewächshaus und die Außenanlagen laufen. Die Blumen waren wirklich toll und es gab sehr viele interessante Pflanzen zu entdecken, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Alles war wunderschön angelegt und fast wie im Dschungel. Am Ende erwartet einen dann übrigens ein Aussichtsturm, der dem Turm von Babel nachempfunden ist.

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Als ich alles gesehen hatte, ging ich durch das kleine nachgebaute Dorf zurück und ins Okinawa Museum. Das Museum fand ich jetzt nicht so toll, da es sich nicht direkt auf die Geschichte Okinawas bezog sondern woher die Menschen stammten, die sich auf Okinawa als erstes niedergelassen hatten. Ich glaube es waren Menschen aus den Philippen oder Mikronesien und es gab fast nur Ausstellungsstücke über deren Bräuche und Geschichten, dass fand ich ein wenig schade. Im Museum habe ich mir dann noch eine Vorführung im Planetarium angesehen.

Der Tag im Park hat mir sehr gut gefallen und ich fand den Park von allen Dingen die ich auf Okinawa besucht habe definitiv am Schönsten. Es war sehr interessant und toll angelegt und die Menschenmengen verteilen sich relativ gut über den Park, nur im Aquarium war es voller. Ein wirklich schöner Ausflug, den ich nur jedem empfehlen kann, ich war begeistert! 🙂

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