Die Stadt des Grüntees

Letztes Wochenende habe ich die Stadt Uji besucht. Uji (宇治) ist eine kleine Stadt, gelegen zwischen Kyoto und Nara, die besonders bekannt für ihren Grünteeanbau ist. Nachdem der Grüntee im 12. Jahrhundert von China aus nach Japan kam, wurde dieser in Uji angebaut. Grüntee aus Uji hat einen sehr guten Ruf, da er eine hohe Qualität hat, er ist daher aber auch nicht ganz billig.

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Zuerst habe ich mir den Byodoin-Tempel angeschaut. Dieser ist vor allem bekannt für seine große Halle, die Phoenix-Halle, die in der Mitte eines kleines Sees gebaut wurde. Neben einem kleinen Garten gibt es auch noch ein schönes Museum, dessen unterirdischen Eingang ich aber erst nicht gefunden hatte und eine Angestellte nach dem Weg fragen musste 😀 Das ist übrigens etwas das ich an großen Tempeln nicht mag, ich habe immer das Gefühl ich würde mich entweder verlaufen oder irgendwie nicht alles finden, dass man sich anschauen kann.

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Nachdem ich den Tempel wieder verlassen hatte, bin ich zurück zur Omotesando geschlendert, eine kleine Einkaufsstraße, durch die man zum Byodoin Tempel kommt. Dort werden alle möglichen Tee-Produkte verkauft, es gibt sogar Soba (japanische Nudeln) mit Grüntee-Geschmack.
Ich habe mir aber lieber ein Matcha-Eis gekauft. Matcha ist eine zu Pulver geriebene Sorte des grünen Tees, die im Gegensatz zu normalem Grüntee einen eher süßlichen Geschmack hat. Matcha hat eine höhere Qualität als normaler Grüntee und ist daher etwas teurer. In Japan gibt es Matcha nicht nur als Pulver, sondern auch als Eis, in Schokolade, Keksen, Joghurt und vielem mehr. Ich liebe Matcha in allen erdenklichen Formen, daher habe ich schon öfter Matcha-Eis gegessen, aber das Eis in Uji war das Beste, dass ich je hatte. Sehr lecker! Nachdem ich die Omotesando wieder verlassen hatte, hatte ich übrigens noch einige Stunden lang einen leichten Matcha-Geschmack auf den Lippen, was wohl von den vielen Matcha- und Grünnteeprodukten herrührte.

Im Anschluss bin ich über den Uji-Fluss zum Koshoji-Tempel gegangen. Dort habe ich mich aber nur kurz umgesehen und bin zurück zum Fluss gelaufen.

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Auf meinem Weg zur nächsten Bahnstation bin ich außerdem noch am Uji– und dem Ujigami-Schrein vorbei gekommen, wo ich mich ebenfalls wieder kurz umgesehen habe. Beide Schreine liegen eigentlich auf dem selben Gelände, wurden aber irgendwann voneinander getrennt.

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Nachdem ich mich durch die vielen Gassen zum nächsten Bahnhof geschlagen hatte, bin ich noch zum Mampukuji-Tempel gefahren. Alle anderen Tempel in Uji liegen sehr nah beieinander, nur dieser Tempel liegt dummerweise so abseits, dass man besser mit dem Zug fährt. Nachdem ich nach einiger Verwirrung die richtige Linie gefunden und an der richtigen Station ausgestiegen war, habe ich den Tempel gesucht. Aus irgendeinem Grund gibt es aber überhaupt keine Schilder oder Wegweiser dorthin, weswegen ich mich verlaufen habe und eigentlich schon aufgeben wollte. Als ich umgedreht bin und an der Straße zurück zur Haltestelle laufen wollte, habe ich dann ein Schild für Autofahrer in dieser Richtung entdeckt, dass zu gesuchtem Tempel wies. Wie man auf die Idee kommen kann, den Weg so auszuschildern, ist mir schleierhaft.
Irgendwann hatte ich den Tempel aber endlich gefunden und er hat mir auch sehr gut gefallen. Irgendwie hatte er ein richtig chinesisches Flair und das Gelände war sehr schön.

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Danach ging es dann wieder zurück nach Kyoto, wo ich den Rest dieses schönen Frühlingstages noch damit verbracht habe, mich über die ersten Blüten an den Bäumen zu freuen. Demnächst gibt es hier dann ein paar Fotos, wer aber schon einmal einen Blick auf die wunderschönen Blüten von japanischen Pflaumenbäumen werfen will, kann einmal auf meinem Instagram vorbeischauen!

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3 Gedanken zu “Die Stadt des Grüntees

  1. Uji kannte ich ja noch gar nicht 😀 Sieht sehr schön dort aus! Besonders das erste Bild mit dem Fluss und den Fischerboten gefällt mir sehr gut!
    Ich persönlich mag Matcha ja nicht ganz so gerne. Ich kann es trinken, und mal ein Keks oder ein matcha Pocky oder so kann ich auch essen, aber ein Eis ist mir zuviel des guten 😀

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    • Uji ist ein schöner kleiner Tagestrip von Kyoto aus oder zum Beispiel auch auf dem Weg von Kyoto nach Nara, Uji liegt nämlich direkt dazwischen 🙂
      Also ich liebe Matcha in allen Formen, ich könnte mich da echt reinlegen 😀

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      • Ich werde die Stadt auf jeden Fall mal im Gedächtnis behalten, vielleicht komme ich ja mal dazu einen Tagestrip dorthin zu machen 🙂 Von Osaka ist das ja auch nicht so weit!

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