Wo sich Howl, Totoro, Chihiro & Co. Gute Nacht sagen: Ein Besuch im Studio Ghibli Museum

Was haben ein wandelndes Schloss, ein Katzenbus, Eltern die in Schweine verwandelt wurden, der Kampf zwischen Natur und Mensch und der Lieferservice einer kleinen Hexe miteinander gemeinsam? Genau, bei ihnen allen handelt es sich um Filme aus dem weltberühmten Studio Ghibli!

Das スタジオジブリ (Studio Ghibli) ist ein japanisches Zeichentrickfilmstudio. Auch vielen Menschen, die sonst nie Animes (japanische Zeichentrickfilme) sehen, sind die Ghibli-Filme bekannt und sie erfreuen sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt auf der ganzen Welt. Vor allem Gründer Hayao Miyazaki hat mit seinen Ideen und Filmen zur Bekanntheit des Studios und des Animes außerhalb Japans beigetragen.
Die Filme des Studio Ghiblis sind sehr erfolgreich. 千と千尋の神隠し (Sen to Chihiro no kamikakushi, Chihiros Reise ins Zauberland) beispielsweise gewann 2003 nicht nur einen Oscar und den goldenen Bären der Berlinale, sondern galt lange Zeit als der erfolgreichste Film Japans.

Da sich die Filme großer Beliebtheit erfreuen und die Figuren in Japan jedes Kind kennt (Ghibli ist für Japan so etwas wie Disney) ist es nicht verwunderlich, dass das Studio auch ein kleines Museum in Mitaka am Rande des Inokashira Koen betreibt, dass man besuchen kann.

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Lost and Found in Translation

In wohl so ziemlich jeder Sprache der Erde gibt es sie: Wörter, die man einfach nicht in eine andere Sprache übersetzen kann. Denn oftmals gibt es für ein Wort in einer anderen Sprache einfach keine passende Übersetzung, weil dieses Wort nur in dieser Form und mit dieser Bedeutung in der einen Sprache existiert.

Japanisch zum Beispiel hat viele solcher Wörter. Für mich ist Japanisch wohl die schönste Sprache der Welt, was unter anderem auch daran liegt, dass es bestimmte Begriffe, Redewendungen oder Wörter gibt, die man einfach in keiner anderen Sprache ausdrücken kann. Japanisch hat viele wunderschöne Wörter, die es in anderen Sprachen einfach nicht gibt. Man kann ihre Bedeutung umschreiben, aber man wird niemals ein passendes deutsches Wort dafür finden. Heute möchte ich einmal ein paar meiner liebsten japanischen Wörter oder Ausdrücke vorstellen und versuchen zu erklären, was sie bedeuten. Denn durch sie kann man oftmals auch sehr viel über die japanische Mentalität und Kultur lernen!

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Im Kirschblütenregen.

Da es jetzt schon wieder über einen Monat her ist wird es doch endlich einmal Zeit, dass ich ein wenig über die Kirschblütenzeit erzähle, die ich dieses Jahr zum ersten Mal in Japan miterlebt habe.

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Die Kirschblüte heißt in Japan Sakura (桜). Sie hat in Japan eine sehr große Bedeutung; da das Schuljahr in Japan im April endet und beginnt, also genau zu der Zeit in der auch die Kirschblüte anfängt zu blühen, verbinden viele die Sakura mit Veränderung und Aufbruch. Außerdem markiert sie den Beginn des Frühlings. Viele Japaner bezeichnen die Sakura außerdem als ihre Lieblingsblüte. Es gibt dann auch sehr viele Lebensmittel und Produkte, in denen Sakura in irgendeiner Form enthalten ist. Eis, Kuchen, Tee oder Gebäck – und alles mit Sakura-Geschmack. Den Geschmack kann man schwer beschreiben; er erinnert etwas an Kirsche, ist aber ein Hauch bitterer.
Das Besondere ist außerdem, dass die Sakura je nach Region in Japan zu unterschiedlicher Zeit zu blühen beginnt. Da Japan in verschiedene Klimazonen eingeteilt ist und es verschiedene Arten von Kirschbäumen gibt, blüht sie im Süden und Westen Japans bereits im März und im Osten im April, bis sie dann beginnt im Norden zu blühen kann es Mai sein. Wenn sie dann allerdings einmal blüht, platzen die Parks und schönsten Ecken vor lauter Menschen, die die Kirschbäume sehen wollen regelrecht aus allen Nähten, denn: die Sakura blüht nur sehr kurz. Die Zeit, in der sie wirklich in voller Blüte steht, ist gerade einmal eine knappe Woche. Schlechtes Wetter oder kalte Temperaturen können die Blütezeit dann noch einmal verkürzen. Dieses Jahr war es zum Beispiel hier in Tokyo so. Drei Tage nachdem die meisten Bäume in voller Blüte standen, begann es sehr stark windig zu werden und zu regnen, weswegen viele Bäume ihre Blüten leider wieder sehr schnell verloren haben.

Ich hatte das Glück, dass ich gleich in zwei Regionen Sakura blühend sehen konnte. Ende März konnte ich schon ein paar schöne Blüten in Kyoto sehen und als ich in Tokyo ankam, blühten hier gerade die ersten Bäume.

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Universal Studios Japan

Der letzte Ausflug, den ich von Kyoto aus unternommen habe, ging Ende März nach Osaka. Ich hatte mich mit einer japanischen Freundin verabredet, die ich schon seit ein paar Jahren kenne, aber schon lange nicht mehr gesehen hatte. Deswegen hatte ich mich sehr auf diesen Tag gefreut. Es sollte in die Universal Studios Japan gehen, einen großen Freizeitpark in Osaka.

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Wir hatten vorher sehr lange überlegt, wann wir gehen sollten, denn der Eintritt ist nicht gerade billig. Es gibt viele verschiedene Tickets, zum Beispiel kostet das Ticket nur noch die Hälfte wenn man ab 17 Uhr geht, aber dafür hat man kaum mehr Zeit etwas im Park zu machen, weil man immer sehr lange an den Achterbahnen und Attraktionen anstehen muss. Dann gibt es spezielle „Fast Passes“ – man kann gegen einen Aufpreis ohne oder mit nur geringer Wartezeit die Warteschlange überspringen und kommt gleich an die Reihe. Allerdings kosten diese Pässe ein Vermögen, denn man bezahlt den normalen Ticketpreis plus den Preis für den Fast Pass – damit ist man umgerechnet bei fast 100 Euro! Da wir das Beide sehr viel fanden, sind wir das Risiko eingegangen und einfach an einem Samstag zur normalen Öffnungszeit des Parks mit normalen Tickets hingegangen.

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