Einmal nach Nikko, bitte

Ende Mai bin ich früh aufgestanden, um nach Nikko zu fahren. Nikko (日光) ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen von Tokyo aus, da es in der Natur liegt und man dort viele alte, berühmte Tempel und Schreine besuchen kann.

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Die Zugverbindung, die ich mir herausgesucht hatte, sollte ungefähr 2 Stunden dauern. Irgendwann war ich eine Station vor Nikko und machte mich zum Aussteigen bereit – aber die nächste Station war plötzlich eine andere. Auch die übernächste passte nicht mit dem zusammen, was ich mir aufgeschrieben hatte. Mir keimte der Verdacht das ich ein wenig falsch war. Bei der dritten falschen Station war ich mir entgültig sicher und stieg dort aus – mitten in der Pampa. Um mich herum waren nur Felder und alles war verlassen. Ich watschelte also zum Bahnhofsaufseher zum anderen Gleis hinüber und fragte ihn, wie ich nach Nikko kommen sollte. Er meinte, da wäre ich zuweit gefahren und ich musste mir extra eine überteuerte Fahrkarte für den nächsten Sonderzug kaufen, der in 20 Minuten kommen sollte (dort fuhren irgendwie nur Sonderzüge zurück). Ich glaube, ich hätte an einer Station umsteigen müssen, was mir aber weder meine BahnApp noch GoogleMaps mitgeteilt hatten. Naja, zurück ging es also.

Dort erwischte ich auch den richtigen Zug und kam nach zwei Stationen in Nikko an. Ich hatte durch meine falsche Fahrt sehr viel Zeit verloren und war über eine Stunde später dran als ich es eigentlich geplant hatte. Daher kaufte ich mir gleich eine Tageskarte für den Bus und fuhr zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

Als erstes ging es zum Toshogu Schrein (東照宮). Der Eintritt für diesen Schrein ist verdammt teuer, aber er beherbergt viele alte Gebäude und Schnitzereien. Besonders bekannt ist er für das Abbild der drei weißen Affen – nichts sehen, nichts hören, nichts sprechen.

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Das Gelände hat mir sehr gut gefallen, ich glaube aber ich habe einen Teil überhaupt nicht gesehen, weil ich dachte man müsste dafür noch einmal extra bezahlen (da stand jedenfalls ein Kassenhäuschen). Trotzdem hat mir der Schrein gut gefallen, ich wurde auch von ein paar Mittelschülern interviewt, die für ihren Englischunterricht Informationen über Touristen gesucht haben.

Danach bin ich zum Futarasan Schrein (二荒山神社) gelaufen. Hier musste man nur 200 Yen Eintritt für einen kleinen Bereich bezahlen, was ich auch gemacht habe. Dort gab es sehr hübsche Ema in Herzform, die man beschreiben konnte.

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Eigentlich wollte ich dann noch zum Taiyuinbyo, eine Art Mausoleum, aber das hätte wieder 550 Yen gekostet und daher habe ich das gelassen. Ich bin lieber noch etwas in der Umgebung herum gelaufen, die mir sehr gut gefallen hat.

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Danach bin ich erst einmal etwas essen gegangen, weil ich ziemlichen Hunger hatte. Ich habe mich für ein paar Sandwiches und Kakao entschieden und habe erst einmal meinen Hunger gestillt. Sehr viel mehr habe ich an diesem Tag eigentlich gar nicht gemacht, da ich doch viel später in Nikko angekommen war als geplant. Da der Zug mit dem ich zurück fahren wollte, drei Stunden brauchen sollte bis er in Tokyo ankommen würde, habe ich mich dann entschieden zurück zu fahren. Genau als ich wieder am Nikko-Bahnhof war fing es auch sehr stark an zu regnen, also war es eine gute Entscheidung.

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Wieder einmal habe ich mir nicht alles ansehen können, was ich eigentlich vorhatte, aber das macht nichts. Nikko ist also auch ein Ort, den ich ein weiteres Mal besuchen kann, um mir noch den Rest anzuschauen 🙂 Nikko selbst fand ich nicht so sehr interessant und ich frage mich, warum es so als Touristenziel angepriesen wird, aber es soll um Nikko herum noch sehr viele andere Aktivitäten geben, vor allem in der Natur, weswegen ich gerne noch einmal irgendwann hinfahren möchte.

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