Auf in den Norden: Hokkaido

Meine letzte „größere Reise“ in Japan waren 5 Tage Hokkaido in der ersten Juni-Woche. Damit war ich übrigens auf allen Hauptinseln Japans außer Shikoku – das wird irgendwann aber auch noch erledigt.

Zunächst ging es aber erst einmal noch nach Hokkaido. Hokkaido (北海道) ist die nördlichste der japanischen Inseln und vor allem bekannt für endlose Natur und Einsamkeit. Es gibt dort viele Nationalparks, in denen man Reiern, Bären, Affen und vielem mehr begegnen kann. Von allen japanischen Inseln ist sie noch am ürsprünglichsten. Wie auf Okinawa wird allgemein dazu geraten, ein Mietauto auf Hokkaido zu benutzen, da die öffentlichen Verkehrsmittel nur sehr spärlich gesäht sind und man zu den meisten Orten ohne Auto gar nicht hinkommt. Ich konnte mir allerdings wieder kein Auto mieten und wollte dies auch nicht, also war meine Route etwas eingeschränkt. Außerdem ist Anfang Juni eigentlich keine sehr gute Zeit um nach Hokkaido zu reisen, da es eine Art Zwischensaison ist. Hokkaido ist vor allem im Winter wegen den vielen Wintersportmöglichkeiten attraktiv und im Sommer aufgrund der vielen blühenden Blumenfelder ein beliebtes Reiseziel. Leider blieb mir aber zeitlich nur noch der Juni.

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Streifzug durch Odaiba

Odaiba (お台場) ist eine menschgemachte, künstliche Insel im Süden Tokyos, an der auch der Hafen Tokyos liegt. Ganz recht, Odaiba ist Ende der 80er Jahre durch Landaufschüttung entstanden und die kleine Insel ist daher über die Rainbow Bridge mit dem Festland verbunden. Mitte der 90er Jahre war Odaiba fast verlassen, niemand wollte dort wohnen, da die Verbindung zum Rest Tokyos sehr mühsam war. Heute jedoch haben viele Firmen ihren Hauptsitz dort (unter anderem der Fernsehsender Fuji TV) und es gibt viele Unterhaltungsangebote.

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Wo sich Howl, Totoro, Chihiro & Co. Gute Nacht sagen: Ein Besuch im Studio Ghibli Museum

Was haben ein wandelndes Schloss, ein Katzenbus, Eltern die in Schweine verwandelt wurden, der Kampf zwischen Natur und Mensch und der Lieferservice einer kleinen Hexe miteinander gemeinsam? Genau, bei ihnen allen handelt es sich um Filme aus dem weltberühmten Studio Ghibli!

Das スタジオジブリ (Studio Ghibli) ist ein japanisches Zeichentrickfilmstudio. Auch vielen Menschen, die sonst nie Animes (japanische Zeichentrickfilme) sehen, sind die Ghibli-Filme bekannt und sie erfreuen sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt auf der ganzen Welt. Vor allem Gründer Hayao Miyazaki hat mit seinen Ideen und Filmen zur Bekanntheit des Studios und des Animes außerhalb Japans beigetragen.
Die Filme des Studio Ghiblis sind sehr erfolgreich. 千と千尋の神隠し (Sen to Chihiro no kamikakushi, Chihiros Reise ins Zauberland) beispielsweise gewann 2003 nicht nur einen Oscar und den goldenen Bären der Berlinale, sondern galt lange Zeit als der erfolgreichste Film Japans.

Da sich die Filme großer Beliebtheit erfreuen und die Figuren in Japan jedes Kind kennt (Ghibli ist für Japan so etwas wie Disney) ist es nicht verwunderlich, dass das Studio auch ein kleines Museum in Mitaka am Rande des Inokashira Koen betreibt, dass man besuchen kann.

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