Okinawa: Der Norden (Teil 3) – Schlangen, Ananas und Abschied von Okinawa

An meinem nächsten Tag in Nago wollte ich wandern gehen. Dazu entschied ich mich für eine etwa 2 stündige Tour zu einem Wasserfall, dem Hiji Wasserfall. Dafür musste ich wieder mit dem Bus ein ganzes Stück in Richtung Nordspitze fahren. Blöderweise war der gut ausgebaute Wanderweg eher für die Leute angelegt, die mit dem Auto ankamen, daher musste ich noch etwa 2 Kilometer von der Bushaltestelle entlang der Straße zum Startpunkt laufen. Ich war ein weiteres Mal froh um mein Handy mit GPS-Ausstattung. Die Landschaft war wirklich schön und der Weg eigentlich relativ gut ausgeschildert – wenn man erst einmal die richtige Straße gefunden hat.

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Leider war das Wetter nicht so toll und es fing immer mal wieder an etwas zu regnen, allerdings hielt sich das Wetter dann zur Mittagszeit zum Glück und ich kam trocken am Startpunkt des Weges an. Man kann dort übrigens auch campen und grillen, allerdings waren nicht sehr viele Leute da.
Der Weg führte am Fluss entlang und über mehrere Stege und Brücken. Es war schon ein guter Marsch und da der Boden nass war musste man ein wenig aufpassen, wo man hintritt. Anstrengend waren vor allem die vielen Stufen und Treppen sodass man wirklich gut zu Fuß sein muss wenn man es bis zum Wasserfall, dem Endpunkt, schaffen will. Der Weg dauert in die eine Richtung etwa 45-60 Minuten, ist man dann am Wasserfall angekommen muss man wieder umdrehen da es keinen Rundweg gibt sondern der Wasserfall quasi eine Sackgasse darstellt.

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Okinawa: Der Norden (Teil 2) – Ocean Expo Park

An meinem zweiten Tag in Nago fuhr ich mit dem Bus für einen Tagesausflug noch weiter in den Norden. Es sollte zum so genannten Ocean Expo Park gehen, eine der bekanntesten Attraktionen in Nord-Okinawa.

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Beim Ocean Expo Park handelt es sich um eine große Anlage, die bereits 1976 erbaut wurde und sich 3 Kilometer entlang des Meeres erstreckt. Da der Park so groß ist verbinden Busse die einzelnen Teilanlagen des Parks. Der Park beherbergt unter anderem das größte und bekannteste Aquarium Japans, den Nachbau eines alten traditionellen japanischen Dorfes, ein Museum über die Geschichte Okinawas mit einem Planetarium, das Tropical Dream Center (ein großes Gewächshaus mit Parkanlage) sowie zwei Strände. Der Park selbst kostet keinen Eintritt, man bezahlt nur am Eingang der jeweiligen Attraktionen die man sich anschauen möchte.

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Okinawa: Der Norden (Teil 1) – Ankunft in Nago

Nach drei Tagen im Süden setzte ich mich am vierten Tag auf Okinawa in den Bus und fuhr in den Norden der Hauptinsel. Schon alleine das Einsteigen in den Bus war ein Abenteuer, denn immerhin musste ich meinen riesigen Koffer, in dem sich mein ganzes Hab und Gut befand, mitnehmen. Die Busse auf Okinawa haben fast alle Stufen und sind nicht barrierefrei, daher hatte ich keine Chance den Koffer alleine hinein zu bekommen. Da sich der Busfahrer nicht dazu herablassen konnte, mal aus seinem Sitz aufzustehen und mir zu helfen, eilte mir eine andere Passagierin zu Hilfe, mit der ich es dann irgendwie in den Bus schaffte und mich ganz nach hinten auf die hinterste Sitzreihe verzog. Mir grauste jetzt schon vorm Aussteigen.
Etwa 1 Stunde und 45 Minuten Fahrt hatte ich vor mir. Die meiste Zeit fuhren wir über Autobahnen und Schnellstraßen, hielten an den verlassensten Bushaltestelle mitten in der Pampa an und passierten Mautstellen. Irgendwann schließlich fuhren wir genau an der Westküste entlang des Meeres und ich stellte jetzt schon fest, dass der Norden der Hauptinsel bei weitem schöner als der Süden war.

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Tokashiki: Flucht ins Paradies

Der dritte Tag in Okinawa brach an und meine Laune war wieder besser als am Vortag. Denn heute hatte ich einen Tagesausflug auf eine kleine Insel namens Tokashiki geplant. Tokashiki (渡嘉敷) erreicht man von Naha aus mit der schnellsten Fähre in etwa 45 Minuten. Es gibt auch noch eine Fähre die länger braucht und etwas günstiger ist, aber ich hatte mich für die Schnellere entschieden, auch weil diese früher fuhr.
Ich hatte mir außerdem extra ein Hotel in der Nähe des Fähranlegers ausgesucht, daher konnte ich am Morgen in aller Ruhe meinen Rucksack packen und mich kurz vor Abfahrt der Fähre zum Terminal aufmachen. Ich kaufte mir meine Fahrkarte und versorgte mich dann noch mit etwas Proviant aus dem Konbini, hatte ich doch gelesen, dass die Versorgung auf Tokashiki sich als etwas schwierig gestalten sollte.

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